Ultima Forever

Ultima – Das Ende einer Kult-RPG-Serie

Die Rollenspiel-Serie Ultima gehörte in den 1980er und 1990er Jahren zu den beliebtesten Computer-RPGs – heute hört man so gut wie nichts mehr von ihr.

Ultima war Vorreiter in vielen Bereichen der RPGs. Es simulierte als erstes eine Welt, gab NPCs eigene Persönlichkeiten, führte moralische Entscheidungen in die Geschichte ein und war das erste Sandbox-MMORPG.

Die Ultima-Reihe besteht aus neun Hauptspielen, von denen Teil Sieben aufgrund der Größe in zwei Teile aufgeteilt werden musste, sowie der zweiteiligen Spin-Off-Reihe Ultima Underworld und den beiden Ablegern der World-of-Ultima-Serie. Außerdem gehört Ultima Online mit zahlreichen Addons als MMORPG dazu. Der letzte Single-Player-Teil der Ultima-Serie erschien 1999 mit Ultima 9. Ultima Online wird auch heute noch gespielt und erhielt erst vor kurzem ein neues Addon.

Wenn man heute über Ultima spricht, dann wird als erstes Ultima Online erwähnt, das 1997 auf den Markt kam. Das MMO hat eine ganze Generation von Gamern geprägt. Für sie stellt UO das ultimative MMORPG dar. Die Single-Player-Serie wird nur noch von nostalgischen Gamern erwähnt und spielt für einen Großteil der Fans keine Rolle. Viele wissen nicht einmal, dass es eine solche Spieleserie vor Ultima Online gab.

Electronic Arts besitzt die Markenrechte und veröffentlichte 2013 ein Mobilegame namens Ultima Forever: Quest for the Avatar, das auf dem vierten Teil der Reihe aufbaute, allerdings auch Multiplayer-Action bot. Das Spiel kam weder bei den Fans noch bei Gamern allgemein gut an. Seitdem ist es wieder still geworden um Ultima. Lediglich UO läuft weiter und eine wackere Schar an Gamern hält das MMO am Laufen.  Ob Electronic Arts nochmal einen Vorstoß in die Fantasywelt Britannia wagen wird, ist ungewissen.

Richard „Lord British“ Garriott tut es – auf gewisse Weise. Mit Shroud of the Avatar entwickelt er derzeit eine inoffizielle Fortsetzung, die auf der Welt New Britannia spielt und in welcher auch der einstige Herrscher der Ultima-Spiele, Lord British, eine Rolle einnimmt. Shroud of the Avatar legt den Fokus auf den MMO-Aspekt- und hier vor allem darauf, es Spielern zu ermöglichen, ein virtuelles Leben in einer anderen Welt zu leben. Housing, Städtebau und das soziale Miteinander stehen im Mittelpunkt. Es soll zwar auch eine Story geben, die man sogar alleine und in einem Offline-Modus spielen kann, doch ein besonderes Augenmerk auf deren Präsentation wird dabei – zumindest bisher – offenbar nicht gelegt.

Momentan befindet sich die Ultima-Reihe in einer Art Winterschlaf und wird nur noch von Ultima Online am Leben gehalten. Ob Shroud of the Avatar diesen Platz einnehmen kann oder ob Electronic Arts vielleicht wieder zu dieser Serie zurückkehren wird, das wird man noch sehen.

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